Alles, was Sie über Gellack wissen sollten
Wenn Sie neu in der Welt der künstlichen Nägel und dem Nageldesign sind, ist Ihnen vielleicht nicht ganz geläufig, was der Unterschied zwischen Gellack und Acryllack ist.
Gelnägel sind eine Art von künstlichen Nägeln, die dem natürlichen Nagel am verwandtesten sind. Gelnägel sind ähnlich wie Acrylnägel, da sie beide aus einer Kombination aus einer Monomerflüssigkeit und Polymerpulver hergestellt werden. Diese Flüssigkeit reagiert mit dem Polymerpulver und erstellt lange Polymerstränge. Die Stränge bilden nach dem Trocknen ein hartes Harz, das einem Fingernagel ähnelt. Im Gegensatz zu normalen Acrylnägeln enthalten Gelnägel zusätzliche kurzkettige Monomere, sogenannte Oligomere, welche die Nägel flexibler machen.
Die Gelversion der künstlichen Nägel gibt es in zwei Varianten: solche, die durch UV-Licht ausgehärtet werden, also UV-Nagellack und andere, welche durch einen Gel-Aktivator aushärten.
Lichtgehärtete Gelnägel werden gehärtet, indem Sie Ihre Finger für etwa zwei Minuten unter ultraviolettes Licht halten. Bei lichthärtenden Gel-Acrylnägeln wird ein spezieller Gel-Aktivator aufgetragen, der entweder mit einem Pinsel auf die Nägel aufgetragen oder aufgesprüht werden kann. Es gibt zudem Gellacke, die durch einfaches Eintauchen in Wasser aushärten.
Gelnägel sind in der Beschaffenheit den normalen Acrylnägeln sehr ähnlich. Sie können beide Arten von künstlichen Nägeln nach Belieben gestalten, French Tips tragen und Airbrush-Designs auftragen. Sie können beide lang oder kurz gehalten werden, ohne dass es einen wesentlichen Unterschied zwischen den beiden gibt. Beide Arten von Kunstnägeln können auch in eckige, runde oder perlenförmige Formen gefeilt werden.
Was ist der Unterschied zwischen Gel und Acryl?
Doch natürlich gibt es zwischen den beiden Verfahrensweisen auch Unterschiede. Gel und Acryl sind völlig unterschiedlich. Acrylnägel werden mit einem in Lösungsmittel getauchtem Pulver hergestellt. Sie werden im Wesentlichen dazu verwendet, den Nagel zu verlängern oder eine stärkere Deckschicht über den natürlichen Nagel zu legen. Dies ist besonders bei Trends wie Sargnägeln zu sehen. Zudem kann dies eine gute Möglichkeit sein, wenn Ihre natürlichen Nägel nicht sehr lange wachsen, weil sie brechen.
Manchmal gibt es Acrylnägel in verschiedenen Farben, aber normalerweise sind sie durchsichtig oder in Naturtönen gehalten. Gele hingegen sind in Nagellackfarben erhältlich und werden durch Aushärten unter einer UV- oder LED-Lampe hart.
Die Vorteile von Gelnägel
Es gibt Vorteile, wenn Sie sich für Gelnägel statt für Acryl entscheiden. Der größte Vorteil von Gel Nagellack ist, dass die Nägel so aussehen, als wären sie Ihre echten, natürlichen. Sie sind dünn und flexibel und glänzen schön.
Die Mischung, die zur Herstellung des Harzes verwendet wird, ist zudem völlig geruchlos, sodass es zum Beispiel für schwangere Frauen sicher ist, künstliche Nägel zu tragen. Aufgrund der dünnen Gelschicht beim Auftragen der Nägel müssen sie zudem nicht so oft aufgefüllt werden.
Die Nachteile von Gelnägel
Kunstnägel mit Gellack haben aber außerdem Nachteile. Sie sind teurer und können teilweise leichter brechen als andere Arten von Kunstnägeln. Gelnägel halten den Lack nicht so gut wie Acrylnägel, sodass Sie sie häufiger lackieren müssen. Allerdings kommt es hier auch auf das Produkt und vor allem die Qualität an. Sowohl die Acrylnägel als auch die Gelnägel von Nailster halten im Schnitt etwa drei Wochen.
Wenn die Gelnägel brechen, neigen sie dazu, zu zersplittern, sodass Sie sie nicht selbst reparieren können. Sie müssen sie dann abtragen und neu aufbringen, während man Acrylnägel auffüllen kann.
Wie funktioniert eine Gel-Maniküre?
Bei einer Gel-Maniküre wird ein Lack auf Gel-Basis verwendet, der mit UV- oder LED-Licht ausgehärtet und auf Ihren Nägeln fixiert wird. Gellack ist haltbarer als normaler Nagellack, manchmal jedoch nicht so lange wie Acryllack. Im Schnitt werden Sie mit den Lacken von Nailster für drei Wochen eine schöne Maniküre haben.
Eine Gel-Maniküre sieht zwar genauso aus wie eine normale, bei der Sie den üblichen Nagellack verwenden, hat aber den zusätzlichen Vorteil, dass sie dauerhafter hält und sich stabiler anfühlt. Und das Schöne an einer Gel-Maniküre ist, dass sie jeder tragen kann – egal ob mit kurzen oder sehr langen Nägeln.
Lohnt sich eine Gel-Maniküre?
Dies kommt auf Ihre Bedürfnisse und Umstände an. Eine Gelmaniküre im Nagelsalon kostet um die 50 bis 70 Euro. Doch mit den Gel polish-Sets von Nailster haben Sie alles, was Sie für eine bestechende Maniküre zu Hause brauchen.
Sie müssen zudem nicht immer Gelnägel auftragen, sondern können eine Maniküre für einen besonderen Anlass machen oder wenn Sie zum Beispiel für einige Wochen in den Urlaub fahren. Dann können Sie sicher sein, dass Sie die ganze Zeit über schöne Nägel haben.
Wie lange halten Gelnägel?
Der größte Vorteil von Gel-Maniküren ist ihre lange Haltbarkeit. Eine Gel-Maniküre kann bis zu drei Wochen halten, wenn Sie die Nägel richtig vorbereiten und zu Hause pflegen, z. B. mit Nagelhautöl und Handlotion. Wenn Sie die Gelnägel selber machen, sollten Sie besonders darauf achten, dass Sie sauber arbeiten, die Naturnägel gut vorbereiten und den Gellack lange genug aushärten lassen. Wenn Sie sehr gewissenhaft vorgehen und vorsichtig mit Ihren Gelnägel sind, können sie bis zu vier Wochen halten.
Schadet eine Gelmaniküre den natürlichen Nägeln?
Wenn Sie es richtig machen, gewissenhaft bei der Maniküre arbeiten und die Nägel gut pflegen, ist eine Gelmaniküre nicht nachteilig für Ihre Naturnägel. Sie kann jedoch schädlich sein, wenn die Nägel nicht richtig vorbereitet, aufgetragen und entfernt werden. Es ist ein weitverbreiteter Irrglaube, dass Gelmaniküren Ihre Naturnägel schädigen. In Wirklichkeit ist der Prozess der Entfernung in der Regel am schädlichsten. Doch wenn Sie den „Nailster Magic Remover“ verwenden und Ihre Gelnägel vorher ein wenig abfeilen, damit das Mittel gut in den Lack eindringen kann, werden Sie Ihre Nägel nicht schädigen.
Vermeiden Sie es, das Gel abzukratzen oder abzufeilen, ohne einen geeigneten Entferner zu verwenden. Schleifen Sie das Gel ab, laufen Sie Gefahr, Ihren Naturnagel zu beschädigen.
Viele Menschen möchten Gel vermeiden, weil sie befürchten, dass ihre Nägel nicht mehr "atmen" können. Doch diese Angst ist unbegründet, da Nägel nicht atmen, sondern aus „totem“ Material bestehen. Bei dieser Annahme handelt es sich um einen hartnäckigen Irrglauben, welcher schlichtweg nicht wahr ist.
Wie kann man einen Gellack sicher entfernen?
Das Wichtigste sind Ihre Nagelbetten und Ihre Nagelhaut. Sie bestehen aus lebendem Gewebe, weshalb Sie beim Auftragen und Entfernen vorsichtig sein müssen. Reißen Sie die Gelnägel auf keinen Fall ab oder – wie bereits erwähnt – feilen Sie das Gel nicht weg. Verwenden Sie zur Entfernung einen dafür speziell vorgesehenen Remover, welcher zehn Minuten lang auf die etwas angeraute Oberfläche des Gelnagels aufgetragen wird. Danach lässt sich das Gel ganz leicht abwischen.
Sie sollten zudem darauf achten, dass Sie das Nagelbett bei der Entfernung nicht beschädigen. Sonst gehen Sie die Gefahr ein, dass Sie eine Entzündung oder eine Infektion mit einem Pilz bekommen.
Verwenden Sie nach der Entfernung des Gels mit dem „Nailster Magic Remover“ in pflegendes Nagelöl wie zum Beispiel den „Nagelhaut Stift“ von Nailster, um eventuelle Risse oder Beschädigungen zu heilen. Sollten Sie sich beim Abtragen versehentlich verletzt haben, setzen Sie mit Ihrer nächsten Maniküre aus, bis die Nagelhaut wieder verheilt ist.
Ist das verwendete UV-Licht bei UV-Nagellack gefährlich?
Die gängige Meinung besagt, dass eine unnötige UV-Bestrahlung schlecht für die Gesundheit ist. Doch diese Annahme stammt von den ersten Nagelsalons in den 80er-Jahren, als die Geräte noch sehr viel unsicherer waren. Heute sind die UV-Lampen zum Härten von Gelnägeln auf einem sehr viel höheren technischen Stand, sodass Sie sie ohne Bedenken verwenden können.
Wenn Sie noch Bedenken haben, cremen Sie Ihre Hände vor der Verwendung einer UV-Lampe mit einer Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor ein. Damit wird die Haut geschützt und Sie können Ihren UV-Gellack bedenkenlos im Licht härten.
Funktionieren Gel-Kits für zu Hause?
Fachleute warnen teilweise vor dem Gelnägel selber machen. Dies hat unterschiedliche Gründe. Der Markt ist mit einer hohen Anzahl an günstigen UV-Lichtern überschwemmt, welche zum Aushärten der Gelnägel verwendet werden. Es kann damit sicher vorkommen, dass diese nicht vollkommen sicher sind.
Die UV-Lampen von Nailster verwenden eine Kombination aus UV- und LED-Licht, was noch sicherer ist. Zudem schaltet sich die Lampe automatisch ein und verfügt über einen Timer, welcher dafür sorgt, dass Sie Ihre Hände nicht aus Versehen zu lange unter dem Licht belassen.
Ein anderer Grund kann sein, dass Sie mit der Gestaltung Ihrer Gelnägel zu Hause natürlich mit den professionellen Nagelsalons konkurrieren. Eine Gelnagel-Maniküre, welche Sie zu Hause selber machen, ist um einiges günstiger als im Salon. Doch wenn Sie für einen besonderen Anlass eine besonders kunstvolle Gelmaniküre haben möchten, bietet sich der Besuch in einem Nagelsalon dennoch an.