Alles beginnt mit Nagelzellen in der sogenannten Nagelmatrix – einem spezialisierten Teil des Nagels. Diese Zellen verhärten und werden durch einen Prozess, der Verhornung oder Keratinisierung genannt wird, „flacher“. Dabei entsteht die sogenannte Nagelplatte: die harte, durchscheinende Oberfläche, die wir alle kennen. Die Nagelplatte entwickelt sich in der Matrix – einem Bereich, der an der Nagelwurzel unter der Haut verborgen liegt. Hier werden neue Nagelzellen gebildet, die die älteren Zellen nach vorne schieben – und genau diese älteren Zellen werden flacher und bilden schließlich das, was wir als sichtbaren Nagel sehen.
Unter der Nagelplatte liegt das Nagelbett, das reich an Blutgefäßen und Nerven ist. Diese versorgen den Nagel mit Nährstoffen und verleihen dem Bereich seine Empfindlichkeit. Die Nagelplatte – der harte Teil des Nagels, den wir häufig verzieren – besteht hauptsächlich aus Keratin, einem robusten Protein, das den Nagel widerstandsfähig gegen die tägliche Beanspruchung macht. An der Basis des Nagels, direkt oberhalb der Nagelhaut, befindet sich außerdem die Lunula – der weiße, halbmondförmige Bereich. Rund um den Nagel tragen die umgebenden Hautfalten und die Nagelhaut dazu bei, den Nagel zu stärken und vor Infektionen zu schützen. Wenn der Nagel über die Fingerspitze hinauswächst, entsteht die freie Nagelkante – der Teil, den wir pflegen, wenn wir unsere Nägel kürzen und feilen.
Insgesamt ist der Nagel nicht nur Teil unseres Aussehens, sondern bietet auch wichtigen Schutz für unsere Fingerspitzen. Er hilft dabei, unseren Griff zu verbessern, und unterstützt unseren Tastsinn. Der Zustand des Nagels kann uns sogar wichtige Hinweise auf unsere allgemeine Gesundheit geben, da Veränderungen in Farbe oder Struktur auf zugrunde liegende gesundheitliche Probleme hinweisen können.